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FAN-REISE

Stockholm mit Mikael...

Fanreise vom 30. Oktober – 4. November 2005

Wieder einmal war es soweit, unsere lang erwartete Reise nach Stockholm stand an.
Nach einer perfekten Anreise bezogen wir am frühen Abend des 30. Oktober unser zentrales Hotel. Nach einer kleinen Orientierungsrunde und dem obligatorischen Einkauf im „Seven – Eleven“ trafen wir uns um 21.00 Uhr vor dem Fernseher. Die sechste Folge von „Medicinmannen“ lief im TV4. Da wir die ersten Folgen nicht gesehen hatten, fehlte uns natürlich der Durchblick, aber gleich am ersten Abend eine Dosis Mikael war ja auch nicht zu verachten!

Nachdem wir am zweiten Tag bei Sonne und blauem Himmel einen ausgedehnten Rundgang durch Södermalm unternommen hatten war am Abend wieder fernsehen angesagt. Es wurde eine Beck-Folge wiederholt und zwar eine der besten: „Pensionat Pärlan“.

Den dritten Tag, der uns wieder mit blauem Himmel und Sonne verwöhnte, begannen wir mit einer sehr schönen Bootstour rund um Djurgården. Am Nachmittag stand noch ein interessanter Besuch im Nordischen Museum auf dem Programm. Und am Abend das erste Highlight unserer Reise, nämlich der Kinofilm „Bang Bang Orangutang“. Die sehr tragische und dramatische Geschichte hat mir persönlich gut gefallen. Die tragische Figur Åke, von Mikael hervorragend dargestellt, verliert alles was ihm im Leben wichtig war. Seine rührenden und unbeholfenen Bemühungen um die Liebe einer jungen Frau enden in einer brutalen Schlägerei. Seine kleine Tochter scheint die einzige zu sein, die ihn wirklich liebt und so sieht Åke am Ende keinen anderen Ausweg, als das Mädchen zu entführen...Leider ist die Geschichte etwas merkwürdig umgesetzt. Regisseur Simon Staho taucht die Bilder zum Teil in rotes oder blaues Licht, die Schnitte sind mitunter krass und er hätte auch gut darauf verzichten können einen großen Teil des Filmes wieder in einem Auto spielen zu lassen. Man kann den Film zwar nicht mit „Dag och natt“ vergleichen, aber bei sorgfältigerer Umsetzung hätte er ihm durchaus ebenbürtig werden können.

Der vierte Tag begrüßte uns mit Nieselregen und grauen Wolken, was durchaus zu den Schlagzeilen paßte, die uns heute von den Tageszeitungen entgegensprangen. Mikaels Verhältnis zu Sanna Lundell, sowie die Tatsache, dass sie ein Kind von ihm erwartet beherrschte den schwedischen Blätterwald. Unser Weg aber führte ins Dramaten. Ich hatte von der Möglichkeit gehört, alte Theaterstücke auf Video anzuschauen und nachdem wir am Vortag einen Termin abgesprochen hatten, konnten wir uns heute in der Dramaten-Bibliothek „Don Juan“ ansehen. Da ich das tolle Stück vor einigen Jahren auf der Bühne gesehen hatte, waren meine Erwartungen ziemlich hoch. Leider werden diese Aufzeichnungen aber nicht, wie z.B. für TV Aufnahmen, mit verschiedenen Kameras und Einstellungen gefilmt, sondern mit einer einzigen Kamera, die stets die gesamte Bühne zeigt. Die einzelnen Darsteller sind dadurch kaum zu erkennen und daher war es leider ziemlich enttäuschend für uns alle. Nachmittags machten wir verschiedene Kaufhäuser auf der Suche nach den günstigsten DVDs unsicher. Natürlich kauften wir „Medicinmannen“(alle 8 Teile auf 2 DVDs, seit heute im Handel) und „Som man bäddar“, in dem Mikael den Vater eines Kleinkindes spielt. Am Abend folgte der Höhepunkt unserer Reise. „Fröken Julie“ von August Strindberg auf der Kleinen Bühne des Dramaten. Natürlich waren wir gespannt, ob man Mikael oder Maria den Schlagzeilen-Stress anmerken würde, aber die beiden sind Profis durch und durch und so haben wir eine phantastische Vorstellung gesehen. Unsere Plätze in der 4. Reihe waren zwar fast am Rand aber trotzdem hatten wir eine sehr gute Sicht auf die Bühne und natürlich auf Mikael. Das dramatische Stück von der verbotenen Leidenschaft des Herrschafts-Fräuleins Julie zum Bediensteten Jean wurde von den beiden Hauptdarstellern sehr kraftvoll dargestellt und von Regisseur Thommy Berggren sehr erotisch inszeniert.
Mikael spielt Jean, der dem Fräulein Julie erst ehrfürchtig gegenübertritt, dann erstaunt und ablehnend auf ihre Annäherungsversuche reagiert und sich schließlich doch auf eine Liebesnacht mit ihr einläßt. Nachdem seine Pläne für eine gemeinsame Flucht scheitern, hat Jean nur noch Verachtung für Julie übrig und am Ende reicht er ihr sein Rasiermesser.
Maria spielt Fräulein Julie, eine junge Frau zwischen Herrschaftsdenken und Leidenschaft. Sie provoziert Jean mit spröder Ablehnung und aufreizender Sinnlichkeit. Nach der gemeinsamen Liebesnacht aber muß sie erkennen, dass sie ihre Herrkunft nicht ignorieren kann. Sie akzeptiert das Rasiermesser für den Selbstmord, der der einzige Ausweg scheint.
Nach der Vorstellung haben wir dann gesehen, was Mikael und Maria am gestrigen und heutigen Abend zur sofortigen Flucht aus dem Theater veranlasst hat. An jeder Ecke standen Reporter (die auch 'ganz unauffällig' durch das Foyer und das Restaurant streiften) mit Kameras im Anschlag.

Am vorletzten Tag sind wir morgens zum Filmhuset (Sitz des Schwedischen Film Instituts) gegangen. Der Filmshop war allerdings nicht so interessant wie gedacht. Auf dem Rückweg kam uns noch auf dem Gelände des SFI ein jugendlicher, grauhaariger Mann entgegen. Ehe wir noch richtig reagieren konnten war er auch schon an uns vorbei. Hej, das war doch...natürlich Kjell Sundvall! Regisseur vieler Beck- und anderer bekannter Filme. Gleich danach sahen wir die „Beck-Autos“, mit denen die Mitarbeiter des Teams zu den Dreharbeiten fahren. Sie hatten auf dem Heck einen großen Aufkleber: Hier finden Dreharbeiten statt (Sinngemäß übersetzt).
Nachmittags hatten wir eine am Vortag verabredete Führung (nur für uns) durch das Dramaten. Unser Guide zeigte uns die Große Bühne aus verschiedenen Blickwinkeln, verschiedene kleinere Bühnen (Målersalen, Tornrummet), Schneiderei, Kostümfundus (vorbei an den Garderoben so namhafter Schauspieler wie Maria Bonnevie, Ewa Fröling und Ingela Olsson) und erzählte dabei viel Interessantes über die Geschichte des Hauses und die vielen bekannten Schauspieler, die schon auf den Brettern der Dramaten Bühnen gestanden haben.
An unserem Abschiedsabend waren wir noch richtig gut Essen. „Rolfs kök“, ein sehr nettes Restaurant lag gleich bei uns um die Ecke und kann unbesorgt empfohlen werden. (Reservierung ist ratsam!) Der einzige Nachteil eines Restaurant- oder Kneipenbesuches ist, dass man zum Rauchen jetzt vor die Tür muß. In Schweden herrscht seit dem 1. Juni 2005 an Arbeitsplätzen und in öffentlichen Gebäuden ein absolutes Rauchverbot.
Am letzten Tag blieb uns nur die Abreise. Wehmütig stiegen wir in den Bus zum Flughafen und ließen die schöne Stadt hinter uns.

...und hier sind die Fotos unserer Reise