The Official Mikael Persbrandt Fan-Site - www.mikaelpersbrandt.de
Foto: Scanpix


HOME

NEWS

BECK 1-8

BECK 9-16

BECK 17-24

FILMOGRAPHY

THEATER

BIOGRAPHY

AWARDS+NOMINATIONS

MISCELLANEOUS

PICTURE OF THE WEEK

LINKS

SCREENSAVER

FAN-LEBEN

FAN-FICTION

FORUM

GUESTBOOK

INFO-CONTACT


FAN-TREFFEN 2007

Fantreffen 2007: Klein aber fein
Das vierte Mikael-Persbrandt-Fan-Treffen in Harburg und Lüneburg

Weitere Fotos von unserem Treffen findet ihr hier.

Am 21. und 22. Juli war es wieder so weit: das alljährliche Treffen der Mikael Persbrandt-Fans in Hamburg-Harburg und Lüneburg. Zum vierten Mal pilgerten Anhängerinnen dieses fantastischen schwedischen Schauspielers in die norddeutsche Tiefebene zum Klönschnack und zum gemeinsamen Filmegucken. In diesem Jahr lief das Treffen allerdings unter dem Motto "Klein, aber fein", denn "nur" fünf Frauen kamen zusammen. Es ergab sich trotzdem ein intensiver Austausch, vor allem da mit Angelika ein neues Gesicht zu uns gestoßen war.
Nach dem Gisela ihre Schäfchen am Harburger Bahnhof eingesammelt (wir kamen alle fast zeitgleich an) und via Bus in ihre Wohnung gelotst hatte, begann der erste Teil mit dem Austausch von Informationen und Bildern. Tanja hatte wunderschöne Kopien von Fotos aus dem Film Gangster anfertigen lassen, auf die wir uns natürlich stürzten, ebenso auf die umfangreiche Artikelsammlung von Daniela. Dabei war die eine oder andere Überraschung selbst für uns "alte Häsinnen" dabei, den leider bekommt man in Deutschland nicht immer schwedische Zeitungen und Zeitschriften.

Nach einer Stärkung mit Kaffee, Tee und Kuchen stand der erste Film an: "Den japanska Shungamålningen". In diesem neuesten, gerade auf DVD erschienenen Film der dritten Beck-Staffel tritt wieder Dieter Pfaff in der Rolle des Kommissar Sperling auf. Der alte Freund von Martin Beck ist in Stockholm auf der Spur von betrügerischen Kunsthändlern. Er wird dabei in einen Mordfall verwickelt, als er eine Kunsthändlerin tot in ihrem Hotelzimmer auffindet. Sperling alarmiert Beck, der die Ermittlungen aufnimmt. Auftritt Gunvald: er verdächtigt Sperling und befragt ihn auf Deutsch! Nun Gunvald, das Sprachgenie der Mordkommission, beherrscht sicher diese Sprache, aber Mikael? Nach Giselas Auskunft kann er nur einen deutschen Satz. Also musste er die deutschen Dialog-Sätze sicher mühselig lautmalerisch auswendig lernen (wie Hilmir Snaer Gudnason seinen Text in "Erbsen auf halb sechs"). Peter Haber war vielleicht als Sprachcoach tätig, er kann ja deutsch. Schade, dass diese Sprachwechsel in der deutschen Synchronisation untergehen werden. Göttlich auch die Szene am Anfang: die ganze Mordkommission macht ein Teamarbeitseminar, zu dem unter anderem gemeinsame Tai Chi-Übungen gehören. Alle stehen in Yukatas gewandet (leichte Baumwoll-Kimonos) im Übungsraum und folgen der Trainerin, nur Gunvald hat sich ausgeklinkt, was ihm beim heißen Bad eine spitze Nachfrage von Oberg einbringt. Schade, Mikael in so einem Kimono, das hätte was gehabt.
Zum Abschluss des Nachmittags sahen wir uns noch einige Ausschnitte aus "Gryningsland" an. Vor allem zwei Szenen bleiben in Erinnerung: a) der nächtliche Tanz von Mikael im rotkarierten Morgenmantel mit der Motte; b) Mikael zieht auf Aufforderung von Maria (Bonnevie) seine Klamotten aus, die sie nimmt und in den See wirft. Herr Persbrandt ist dann vor der Kamera in seiner ganzen Pracht zu sehen. Das ist immer wieder der Knaller, besonders für Newbies, die sie noch nicht gesehen haben.

Statt des schönen Wetters vom Sonnabend, das es uns ermöglichte im Restaurant "Bolero" in Harburg auf der großen Terrasse unser leckeres mexikanisches Essen einzunehmen, empfing Lüneburg die Mikke-Fans leider mit Dauerregen. Daher machten wir uns schnell vom Bahnhof auf Richtung Frühstück. Dies nahmen wir in einem ehemaligen Kino ein, das zu einem Lokal umgebaut wurde. Das Frühstücksbüffet ließ keine Wünsche offen. Allerdings machte das anhaltend miese Wetter uns einen Strich durch die Rechnung, ein Gruppenfoto mit Schwedenfahne vor dem Hintergrund eines schönen Lüneburger Hauses zu machen. Auch das Sightseeing hielt sich in Grenzen, denn unter dem Regenschirm sah man nicht viel. Zum Glück war die Touristeninfo auf, so dass ich wenigstens eine Lüneburger Attraktion vorführen konnte: zur Zeit läuft hier die Stintaktion, bei der Kunststoffformen der Stinte (kleine Fische, die in Roggenmehl gewendet und gebraten eine Frühlings-Spezialität der Gegend sind) bemalt werden, u.a. von Promis. Ein neuer wurde gerade zur Besichtigung von zwei Kindern auf dem Weg zu Oma und Opa in Bardowick angeliefert: der Kaiser-Stint von "Kaiser" Franz Beckenbauer. Außerdem wurde noch der von Herrn Holm verzierte Stint ausgestellt. Überall in der Stadt kann man die liebe- und kunstvoll bemalten Exemplare an den Laternen bewundern.

Nachdem ich uns alle in der Wallstrasse mit selbst gemixten alkoholfreien Cocktails versorgt hatte, ging es an die Auswahl der zu betrachtenden Filme. Als Einstiegsschmankerl gab es die Power Point-Präsentation "Hurt", die Andrea zum ersten Fantreffen erstellte. Danach wollten wir uns die Szene aus "Gunnar Govin" mit Mikael als Tankwart ansehen. Da Gisela vor einiger Zeit Fernsehbeiträge, Szenen und Interviews auf einer DVD zusammengestellt hatte, betrachteten wir außer dieser Szene noch ein paar andere kürzere Sachen: den Bericht von TV4 über die Probenarbeit an "Fröken Julie" (mit Anmerkungen zu unserem damaligen Theaterbesuch), den Beitrag zu Mikaels Besuch in Liberia zum Thema "Kindersoldaten" für die Unicef-Spendengala und die "Den starkare"-Version, die Thorsten Flinck vor zwei Jahren drehte. Immer wieder beeindruckend, wie Mikael den ganzen Text (nur er spricht während der zwanzig Minuten) bringt und Thorsten nur durch Mimik seinen Beitrag zum Stück leistet.
Als zweiten Film wählten wir "Dag och natt" aus, da dieser als einer der wenigen Filme aus Schwedenland englische Untertitel besitzt. Nicht jeder beherrscht schließlich Mikaels Muttersprache. Überhaupt sind Extras eher spärlich gesät bei den skandinavischen DVDs. Das sollte man mal ändern, liebe Produzenten! Mikael beeindruckt einen immer wieder in der Rolle des Architekten Thomas, der sich am Ende des Films umbringen wird und vorher noch einiges "regeln" will mit seinen Angehörigen und Freunden.
Zum Abschluss, bevor es hieß Abschied voneinander zu nehmen, gab es noch einmal ein paar lustige Szenen aus "Gossip", dem ironischen Kommentar Colin Nutleys zur schwedischen Film- und Theaterszene. Danach hieß es "Det var jättebra och hej då" bis zum nächsten Treffen.

Aufgezeichnet von Hilke - 6. August 2007