The Official Mikael Persbrandt Fan-Site - www.mikaelpersbrandt.de
Foto: Scanpix


HOME

NEWS

BECK 1-8

BECK 9-16

BECK 17-24

FILMOGRAPHY

THEATER

BIOGRAPHY

AWARDS+NOMINATIONS

MISCELLANEOUS

PICTURE OF THE WEEK

LINKS

SCREENSAVER

FAN-LEBEN

FAN-FICTION

FORUM

GUESTBOOK

INFO-CONTACT


FAN-TREFFEN 2006

De kommer från hela landet... - Sie kommen aus dem ganzen Land...
Das dritte Mikael-Persbrandt-Fantreffen in Harburg und Lüneburg

Weitere Fotos von unserem Treffen findet ihr hier.

Am 19. und 20. August war es wieder soweit: in Hamburg-Harburg und Lüneburg fand das dritte Treffen der deutschen Mikael-Persbrandt-Fans statt. Die Gemütslage der acht Frauen aus Frankfurt, Mainz, Bremen, Springe, Hamburg und Lüneburg lässt sich nur mit strålande humör bezeichnen.
Nachdem am Sonnabend nach und nach alle Teilnehmerinnen bei Gisela eingetrudelt waren, begann das Fan-Treffen mit einer ausgiebigen Vorstellungsrunde, da dieses Jahr drei neue Micke-Anhängerinnen zu den alten anwesenden Häsinnen gestoßen waren: Daniela, Tanja O. und Graciela. Dabei wurde auch über Lieblingsfilme bzw. -szenen diskutiert und darüber gesprochen wie man zum Mikael-Universum gestoßen war. Gisela zeigte den Newbies ihr gesammeltes Material. Dabei taten sich alle an den Kuchen von Gisela und Hilke gütlich.

Danach ging es los: welchen Film wollen wir sehen? Gisela hatte gerade die DVD mit Mikaels letzter Zusammenarbeit mit dem dänischen Regisseur Simon Staho "Bang Bang orangutang" erhalten. Er ist Teil einer Film-Trilogie, die hauptsächlich um die Frage "Vad är kärleken? Was ist Liebe?" kreist. Mikael spielt diesmal Åke, einen Geschäftsmann, der durch ein Unglück (er überfährt seinen Sohn) nach und nach alles verliert, was ihm wichtig ist: seine Familie, sein Haus, seinen Job und sein teures Auto. Statt als eiskalter Geschäftsführer selbst brutal Leute zu entlassen (Kurzauftritt von Michael Nyquist), fährt Åke nun Taxi. Er muss sich von Fahrgästen beleidigen lassen (Fares Fares als brutaler Fiesling) und darf seine Tochter nicht sehen. Auf der Suche nach Liebe lernt er die junge Linda kennen, die er sofort zu seiner neuen Freundin machen will. Er überschüttet sie mit seinen Gefühlen und übersieht ganz, dass Linda nicht an einer Beziehung mit ihm interessiert ist. Auch seine kleine Tochter überfordert er bei heimlichen Treffen mit seinen Gefühlen und Nachfragen nach dem neuen Partner ihrer Mutter (gespielt von Lena Olin, ihr erster schwedischer Film seit 17 Jahren). Die kleine Mimmi Benckert-Claesson spielt die Tochter ganz wunderbar und in den gemeinsamen Szenen gelegentlich Mikael an die (Auto)wand. Ansonsten ist dies neben dem Thomas in "Dag och Natt" Mikaels beste Rolle. Besonders interessant ist, wie sich ein so großer Mann in der Darstellung auch physisch klein machen kann. Die Umsetzung der Geschichte mit grellen Farbspielen und sprunghaften Szenen ist allerdings gewöhnungsbedürftig. Und ob auch dieser Film wieder fast vollständig im Auto spielen muss, ist doch die Frage. Nicht von ungefähr hatte eine Kritik den Titel "Persbrandt fährt wieder Auto", man kann eine gute Drehbuchidee zu Tode fahren.
Als Kontrastprogramm gab es nach BBO die Komödie "Som man bäddar", in der Mikael in einer Nebenrolle als Motorrad fahrender Machopappa im Erziehungsurlaub auftritt. Die Hauptfiguren sind Jonas, seines Zeichens Taxifahrer und Bandsänger, und Emma, Wetterfrau des örtlichen Fernsehsenders. Die beiden sind die Eltern eines kleinen Mädchens. Als Emma nach acht Monaten Elternzeit in den Beruf zurückgeht, muss sich Jonas um die Tochter kümmern. Dummerweise traut er sich nicht, den Kollegen zu sagen, dass er jetzt "pappaledig" machen muss. Er versucht den Alltag zwischen Babybetreuung und Arbeit zu meistern und gerät dabei immer wieder in schwierige Situationen bis alles auffliegt. Er lernt bei den Touren zum Sandkasten Jocke (Mikael) und seinen Sohn Bruce kennen. Dieser hat zwar einige recht eigenwillige Vorstellungen von Kindererziehung, Erziehungsurlaub und die Rolle der Eltern (Väter sind die besseren Mütter. Wir sind die Könige des Spielplatzes. Wenn Kinder weinen, haben sie keinen verdorbenen Magen, sondern Todesangst), aber er kommt wesentlich besser mit seinem Leben und der Kinderbetreuung klar als Jonas. Mikael als Jocke ist das beste an dieser stellenweise doch recht bemüht lustigen Komödie. Er soll übrigens am Set die magische Fähigkeit besessen haben, die Kinder nur durch seine Anwesenheit ruhig zu stellen. Hoffen wir, dass das auch bei der Betreuung von seinem eigenen Sohn Igor so klappt.
Zum Abschluss des ersten Fantreffentages gab es ein leckeres Essen bei einem Italiener im Harburger Hafen. Dort ist im Channel Harburg in den letzten Jahren im alten Hafen ein neues Quartier mit Firmen und Restaurants entstanden.

Am Sonntag ging es in Lüneburg weiter mit einem ausgiebigen Frühstück in einem Lokal am Lüneburger Marktplatz. Hinterher okkupierten wieder diese komischen "Touristinnen" mit Schwedenfahne den Luna-Brunnen für Fotos...
Beim Filme gucken danach gab es eine Wiederholung des letztjährigen Programms mit "Gossip" und Szenen aus "Gunnar Govin". "Gossip" (Inhalt siehe Fantreffen 2005) ist immer wieder sehenswert, vor allem die Szenen mit Mikael (ich sage nur Krankenhausflur und Studioset). Sehr interessant, dass dieser Film von einem englischen Regisseur gedreht wurde, der in Schweden lebt und arbeitet: Colin Nutley. Als solcher kennt er sich natürlich in der schwedischen Film-und Theaterszene aus. Sicher wird ihm seine Frau Helena Bergström die eine oder andere Anekdote aus dem Seelenleben von Schwedens Schauspielelite erzählt haben für sein Manuskript.
In "Gunnar Govin" wurde nicht nur die Begebenheit mit Mikael als Tankwart, sondern auch einige andere Szenen angeschaut. Besonders lustig sind die Rapper von den Flying Toasters (Kjell Bergquist und Stefan Sauk): was trägt der schwedische Rapper unter der Baggy-Pant? Eine lange Unterhose! Schade, dass Stefan Sauk so auf den harten Kerl/Polizist festgelegt ist. Er ist wirklich ein toller vielseitiger Komiker.
Zum Abschluss des Filmnachmittages gab es noch einen Ausschnitt aus "Dödlig Drift": Der voll abgedrehte Tanz von Kjell Bergquist im Tanga und Unterhemd mit Sissela Kyle, bevor ihnen Ihr Freund Andreas (Mikael), seines Zeichens Frauenserienmörder, den Garaus macht.

Dann hieß leider schon wieder Abschiednehmen voneinander, denn die weit angereisten Mitglieder des Fantreffens mussten wieder nach Hause. Aber nächstes Jahr sehen wir uns wieder. Hej då.

Aufgezeichnet von Hilke - 16. September 2006